Waldnaabdüker Weiden: Die ersten Vögeln beziehen LBV-Nistkasten

Die Blaumeise inspiziert ihr neues Zuhause. Foto: Volker Spies
Ende mai ist auch ein Trauerschnäpper eingezogen; Foto: V. Spieß

(18.05.2018) - Im März haben unsere Aktiven zahlreiche Nistkästen rund um den Waldnaabdüker in Weiden aufgehängt. Am 6. Mai ist die erste Blaumeise dort "eingezogen". Am 29. Mai war dann auch ein Trauerschnäpper an einem anderen Kasten zu sehen.

Volker Spies hat sie dabei beobachtet.


Vogelstimmenexkursion im Max-Reger-Park Weiden

(14.05.2018) - Gutgelaunte Vogelfreunde trafen sich Samstagsmorgen den 12. Mai 2018, um 7:00 Uhr, am Eingang zum Max-Reger-Park gegenüber des Parkdecks in der Friedrich-Ebert-Straße zur Vogelstimmenwanderung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV).

 

Gleich beim Pavillon zeigte sich den zahlreichen Teilnehmern, darunter Familien mit Kindern, ein Rotkehlchen und ein Feldsperling, der seine Jungen an einem Nistkasten fütterte. Weiter ging es unter der Führung des Experten Wolfgang Winter zur Holzbrücke am Flutkanal . Hier war die Gruppe von der Vogelvielfalt im Max-Reger-Park überrascht. 

Wolfgang Winter erklärte, dass die Fluchtdistanz der Vögel im Park viel geringer sei als im Wald oder der Feldflur, da diese Vögel an Menschen gewöhnt seien. So konnten die Besucher viele Gefiederte nicht nur hören sondern teils aus der Nähe, teils aus weiterer Entfernung auch gut beobachten. Die Vogelfreunde entdeckten, wie Kleiber, Grauschnäpper, Stieglitz, Eichelhäher, Blaumeisen und Kohlmeisen durch die Äste turnten. Unter dem strahlend blauen Himmel zogen Mauersegler ihre Kreise. Auf dem Realschulsportplatz suchten Wacholderdrosseln, Amseln, Stare und Ringeltauben nach Futter. Dazu machte Wolfgang Winter immer wieder auf die Gesänge der Vögel im Park aufmerksam, z.B. Singdrossel, Buchfink, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Gartenrotschwanz oder Gelbspötter. Aus der Ferne rief ein Kuckuck, während direkt vor der Nase der Teilnehmer zwei Eichhörnchen über den Weg huschten.

 

Kurz vor dem Abschluss der Vogelstimmenwanderung badete noch ein Zilpzalp an einem der kugeligen Wasserbrunnen beim Schachbrettfeld im Max-Reger-Park.

Nach etwa eineinhalb Stunden war die kleine Morgenwanderung mit vielen wunderschönen Eindrücken wieder zu Ende.

 

Bericht und Foto: Volker Spies

Vogelstimmenwanderung in Weiden; Foto: V. Spies
Eine singende Amsel; Foto: Volker Spies
Bilder (3): Volker Spies
Bilder (3): Volker Spies

Den Vogelstimmen bei Almesbach auf der Spur

Naturkundliche Wanderung am 28. April 2018

(03.05.2018) - „Man sollte viel öfter so früh spazieren gehen!“ war das Fazit einer Teilnehmerin der  Vogelstimmenwanderung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV), die am Samstag, den 28.04.2018 um 6:30 Uhr bei der Landwirtschaftsschule Almesbach ihren Anfang nahm.

Bei strahlendem Frühlingswetter mit duftender Blütenpracht ließen sich hier schon nach wenigen Schritten die ersten Sänger vernehmen: Die melodisch flötende Amsel hätten die Teilnehmer auch alleine noch gut erkannt. Für das Schnarren der Klappergrasmücke  jedoch bedurfte es schon der besonderen Expertise von Wolfgang Winter, der die Truppe durch den Wald am Fischerberg führte und sehr anschaulich die verschiedenen Vögel und die Eigenarten ihrer Gesänge erklärte. Stieglitze, Kleiber, Kohl- und Tannenmeisen, Wachholder- und Singdrosseln, Buch- und Grünfinken, Goldammern, Rabenkrähen und Zilpzalpe schnatterten, gurgelten, klapperten, krähten, fiepten und flöteten, dass es eine wahre Freude war. Auch Zwerge wie der Zaunkönig und ein Sommergoldhähnchen machten sich laut und deutlich bemerkbar und turnten im hellen Grün der jungen Buchen herum. Nach rund eineinhalb Stunden hatten sich nicht weniger als 27 verschiedene Vogelarten hören und zum Teil auch sehen lassen.

 

Wer Lust auf weitere Federtiere und ihre Lieder hat: am Samstag, den 12. Mai sowie am Pfingstmontag, den 21. Mai jeweils um 7:00 Uhr startet  Wolfgang Winter für den LBV erneut zum Vögel  belauschen, diesmal in der Stadt. Treffpunkt ist der Eingang zum Max-Reger-Park in der Friedrich–Ebert-Straße in Weiden gegenüber des Parkdecks.


Familienwanderung: Gehölze ohne Laub bestimmen

Foto: Nicole Merbald
Foto: Nicole Merbald

(19.03.2018)- Es gibt zwei Arten, Bäume, die kein Laub tragen zu erkennen: man schaut, welche Blätter darunter liegen, oder man schaut auf die Knospen!"

Das erfuhren die Teilnehmer der Familienwanderung der Kreisgruppe Neustadt-Weiden des LBV, die sich am gestrigen Sonntagnachmittag mit der Jugendgruppe Neudorf an der Koppelbergkirche in Luhe trafen. "Gehölze ohne Laub erkennen" war das Motto der Führung von Förster Wolfgang Winter für naturinteressierte Mitwanderer, die sich an dem Tag bei eisigem Wind als sehr kälteresistent erwiesen.

 

Nachdem unter dem ersten Baum gleich drei verschiedene Laubsorten versammelt waren, empfahl sich dann doch der genauere Blick auf die Knospen: "Gegenständig heißt, es sitzen jeweils zwei Knospen genau gegenüber am Zweig. Bei wechselständigen Knospen kommt abwechselnd eine rechts, eine links, so wie bei der Buche und der Linde" konnte man über ein Hauptunterscheidungsmerkmal hören. Neben der Stellung am Zweig offenbarten die Knospen weitere Unterschiede wie die Form (rund bei Linde und oval bei der sehr ähnlichen Haselnuss, spitz bei der Buche oder gefiedert beim Holunder), Vorhandensein und Größe von schützenden Knospenschuppen oder die Stellung zum Zweig (Buche abstehend, Hainbuche anliegend).

"Au, ganz schön stachelig!" hieß es bei Weiß- und Schwarzdorn - ein kurzlebiger Irrtum, denn man lernte, dass diese Gewächse Dornen tragen, während die stechenden Bestandteile der Rose in Wirklichkeit Stacheln sind. Nach dem Rundgang wurde die Truppe von Martina Roder-Weiß und Günther Weiß in Neudorf mit Kaffee und Kuchen aufgewärmt und konnte die mitgebrachten Zweige nochmal im Warmen fachmännisch begutachten. 


Auf leisen Schwingen durch die Mooslohe

(07.03.2018) - "Seht, da fliegt eine!" ging ein Raunen durch die Gruppe, als die Silhouette eines etwa taubengroßen Vogels mit breiten, vorne abgerundeten Flügeln vor dem noch hellen Abendhimmel vorbei glitt.

Die 18 Teilnehmer der Eulenwanderung des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) hatten am letzten Samstagabend, 03. März, besonderes Glück: Mit Wolfgang Winter und Gottlieb Bruhnke wurden sie gleich von zwei Eulenexperten durch die Wälder der Mooslohe begleitet.

 

Wie die beiden Kenner wussten, sind in dem Areal drei verschiedene Eulenarten beheimatet: der Sperlingskauz, der Rauhfußkauz und die Waldohreule. Während die Dunkelheit sich langsam über die wissensdurstigen Teilnehmer senkte, wanderten sie kreuz und quer durch die frisch verschneiten Wälder entlang der Schweinnaab zwischen Waldfriedhof, Entenweiher und Mooslohgraben. Immer wieder hielt die Gruppe inne, um auf Eulenstimmen zu horchen und um Wissenswertes über die Jäger der Nacht zu erfahren. So ruft der Sperlingskauz als kleinste mitteleuropäische Eule vorwiegend während der Abend- und Morgendämmerung und ist als Höhlenbrüter auf viel Alt- und Totholz in seinem Lebensraum angewiesen. Die Waldohreule sieht nur so aus, als höre sie mit den beiden Federohren, die sie so markant erscheinen lassen: in Wirklichkeit wird der Schall über den Gesichtsschleier in ihre für uns unsichtbaren Gehörgänge geleitet. Sie braucht im Gegensatz zu den meisten anderen Eulenarten keine Baumhöhlen, sondern brütet in verlassenen Nestern von Raben und Krähen. Der Rauhfußkauz, der seine Anwesenheit nicht nur durch seinen Vorbeiflug, sondern  auch mehrfach durch laute Warnrufe kundtat, verdankt seinen Namen den weißen Federn, die seine Füße bis zu den Zehen zieren. Wegen des neuerlichen Wintereinbruches gab es zwar keine Balzrufe zu hören, doch dank ihrer kenntnisreichen Führer vergingen für die Vogelfreunde drei Stunden beim Wandern unterm Sternenhimmel wie im Flug.

Dabei war allen klar: Eulen sind ganz besonders faszinierende Tiere.

Foto (2): Gottlieb Bruhnke
Foto (2): Gottlieb Bruhnke
Sperlingskauz; Foto G. Bruhnke
Foto N. Merbald
Foto N. Merbald

Gemeinsame Nistkasten-Aktion von Wasserwirtschaftsamt, Unterer Naturschutzbehörde und LBV an der Waldnaab

(28.02.2018) - Weder eisige Kälte noch frostiger Wind konnten am vergangenen Samstag (24.02.2018) elf beherzte Vertreter des Wasserwirtschaftsamtes, der Unteren Naturschutzbehörde und des LBV davon abhalten, sich für den Schutz von Vögeln und Fledermäusen einzusetzen. Die warm angezogenen Naturfreunde hängten in einer Gemeinschaftsaktion insgesamt 41 Nist- und Fledermauskästen in der Nähe des Waldnaabdükers im Süden von Weiden auf.

>>> Der Neue Tag Weiden berichtete. 

 

An dem Düker, bei dem die Waldnaab unter dem Flutkanal durchgeleitet wird, stehen Baumaßnahmen bevor. Die angebrachten Kästen sollen als vorgezogene und zusätzliche Maßnahme die damit verbundenen Veränderungen der Uferstrukturen auszugleichen helfen. Diese Unternehmung war der erste von mehreren Schritten, mit denen das Waldnaabufer als Lebensbereich für heimische Tiere und zur Verbesserung der Lebensbedingungen am und im Wasser aufgewertet werden soll. Besonders erfreulich und ermutigend war das aktive Miteinander von Mitstreitern aus den beiden Behörden und des LBV bei diesem Bestreben.

 

Als nächster Schritt ist geplant, ab März 2018 miteinander standortheimische Gehölze wie Weiden und Erlen auf ausgewählten Arealen des Waldnaabufers zu pflanzen.

Wer mitmachen möchte bitte beim LBV unter der Telefonnummer 0961 / 6346 8583 melden. Jeder Helfer ist herzlich willkommen!

Fotos (4): Reinhold Dobmeier / Der Neue Tag
Fotos (4): Reinhold Dobmeier / Der Neue Tag

Wir bauen mit Holz: Behausungen für Fledermäuse und Vögel selbst gemacht

Foto Dr. Nicole Merbald
Foto Dr. Nicole Merbald

(19.02.2018) - Zwölf handwerklich ambitionierte Naturfreunde traten am vergangenen Samstag (17.02.2018) zu einer Heimwerkeraktion an. Aufgrund der Temperaturen wurde die geplante Garagenaktion ins gut beheizte Wohnzimmer von Familie Merbald verlegt, die sich der Sammelbestellung der Self-made- Nist- und Fledermauskästen angenommen hatte.

Ausstaffiert mit reichlich Hämmern, Schraubenziehern, Akkuschraubern, Dachpappe, Nägeln und Bauplänen legte die fleißige Truppe los und schraubte und hämmerte, dass bald die Wände wackelten. Unter gegenseitiger Hilfestellung und dem Austausch von Tipps und Tricks konnte der eine oder andere Montagefehler, so wie Einstiegshilfen auf der Rückseite oder seitenverkehrte Dachbestandteile, sofort verhindert oder schnell behoben werden. So standen nach kurzer Zeit 10 tiptop Nist- und 20 Fledermauskästen quasi "schlüsselfertig" in Reih und Glied bereit. Nach getaner Arbeit stärkten sich die überaus produktiven Teilnehmer mit einer kleinen Brotzeit. Ein Teil der selbstgebauten Unterschlüpfe wird demnächst die Gärten ihrer Erschaffer zieren.

 

Der größte Teil wurde für eine gemeinsame Aktion des LBV mit dem Wasserwirtschaftsamt und der unteren Naturschutzbehörde hergestellt: am Samstag, den 24.02.2018 ab 14:00 Uhr werden die Kästen als vorgezogene und zusätzliche Ausgleichsmaßnahme für Bauarbeiten am Waldnaabdüker dort, als erster von mehreren Schritten zur Aufwertung des Waldnaabufers, aufgehängt. 

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
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