Der Wolf kehrt zurück

Vortrag und Diskussion in Weiden, 30.01.2018

Foto: Marcus Bosch / LBV-Archiv
Foto: Marcus Bosch / LBV-Archiv

Die Bezirksgeschäftsstelle und Kreisgruppe des Landesbundes für Vogelschutz (LBV) laden ein zu einem Vortrag über den Wolf am Dienstag, 30. Januar 2018 in Weiden um 19.00 Uhr (Gaststätte „Postkeller“, Leuchtenbergstraße 66, 92637 Weiden).

 

Referent ist Dr. Peter Blanché, Vorsitzender der Gesellschaft zum Schutz der Wölfe in Deutschland. Er wird über seine Erfahrungen und sein Wissen aus den Wolfsgebieten in den anderen deutschen Bundesländern berichten und auf mögliche Probleme und entsprechende Lösungsansätze eingehen.

 

Im vergangenen Jahr gab es in Bayern Wolfsnachwuchs - zum ersten Mal seit ihrer Ausrottung vor über 150 Jahren. In den Truppenübungsplätzen der Oberpfalz sind einzelne Wölfe schon länger anzutreffen.

Eine Information der Bevölkerung, der Landwirte mit Weidehaltung und der Jäger ist deshalb unabdingbar. Eine Aufklärung im Vorfeld einer Wolfsbesiedelung soll verhindern, „dass das Kind in den Brunnen fällt“, so Christoph Bauer, Leiter der LBV-Bezirksgeschäftsstelle Oberpfalz. „Denn ein präventiver Schutz von Weidetieren ist besser als Pressemeldungen über gerissene tote Schafe oder andere Weidetiere“.

 

Der LBV möchte mit dieser Veranstaltung Aufklärung betreiben und Märchenvorstellungen entkräften. Viele Erfahrungen aus den Wolfsgebieten mit daraus resultierenden pragmatischen und erprobten Lösungsansätzen zeigen, wie der Rückkehr der Wölfe eine so konfliktarme Chance wie nur möglich gegeben werden kann.

Agieren ist besser als reagieren - gute Information und ein Wissen über Lösungen sind aus der Sicht des LBV die wichtigsten Bausteine für ein konfliktarmes Nebeneinander von Mensch und Wolf.

 

Der Landesbund für Vogelschutz lädt alle Interessierten sehr herzlich ein. Der Vortrag ist kostenlos, Spenden sind willkommen.


LBV-Familienwanderung in Weiden: Tierspuren erkennen

Bild: Nicole Merbald
Bild: Nicole Merbald

(15.01.2018) - Keine 20 Meter hatten die Teilnehmer zurückgelegt, schon stießen sie auf die ersten Tierspuren. „Iiiih!“ ertönte es laut, denn in dem Fall handelte sich um die Hinterlassenschaften eines Hundes. Ein paar Meter weiter bereits die nächste Fährte: „Ein Maulwurfshügel!“ 

 

Förster Wolfgang Winter freute sich über die jungen Naturfreunde, die am vergangenen Sonntagnachmittag, 14. Januar,  höchst aufmerksam durch den Wald beim Schätzlerbad marschierten und jeden Fund sofort meldeten. Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) und dessen Jugendgruppe Neudorf hatten zu einer Familienwanderung mit dem Thema „Tierspuren finden und erkennen“ eingeladen, der rund 30 Teilnehmer folgten. Auf Schritt und Tritt gab es etwas zu entdecken. Dabei wurden Hund und Maulwurf hinsichtlich Seltenheit und Wildheit noch weit  übertroffen:  Hackspuren von Specht- und Kleiber, Wühlspuren mit Nasenabdruck von Wildschweinen, Fraßspuren von Ulmensplint- und Eschenbastkäfern, mehrstöckige Wohnpaläste von Ameisen in einem abgestorbenen Baum. Sogar einige Tote gab es zu bedauern: eine Blaumeise, ein Karpfen und ein Greifvogel waren Räubern zum Opfer gefallen, so dass nur noch ihre Federn bzw. Schuppen ihr vorzeitig beendetes Dasein bezeugten.

 

Quer durch den Wald stapften Jung und Alt zum Sauerbach. Dort hatten im Schlamm Biber, Graureiher, Marder, Fuchs und (vielleicht)  ein Mink Spuren hinterlassen. Eine beachtliche Biberburg sorge für Rufe des Erstaunens, auch wenn die meisten den typischen Geruch nach Bibergeil nicht erschnuppern konnten. Ein Eisvogel und ein Buntspecht ließen sich immerhin hören, während die Rehe ihre Anwesenheit nur durch verfegte Jungstämme und abgebissene Baumspitzen  zu erkennen gaben. Nach rund eineinhalb Stunden kam die Truppe gut gelaunt und mit viel neuem Wissen über die bei uns lebenden Wildtiere zurück und staunte: mit so vielen verschiedenen Arten in einem so kleinen Stück Wald hatte niemand gerechnet.


LBV beim Kinderbürgerfest Weiden

Zitronenflügelfledermäuse und Blauschwingeneulen

Foto: G. Henkel
Foto: G. Henkel

( 20.07.2017) - unsere Kreisgruppe war auch heuer wieder beim Weidener Kinderbürgerfest im Max-Reger-Park vertreten. Rosi Kauer mit ihrer Jugendgruppe sowie Gerald Henkel und Nicole Merbald betreuten einen Stand für die Kreisgruppe Neustadt-Weiden. Die Vogel- und Umweltstation des LBV in Regenstauf hatte einige Mikroskope zur Verfügung gestellt.

 

So konnten die Neugierigen unter den Besuchern fachkundig angeleitet Brennnesseln, Ahornblätter, Kletten-Labkraut und verschiedene Vogelfedern ganz genau unter die Lupe nehmen. Sie staunten über die Giftblasen, klebrigen Widerhaken und die unterschiedlichen Konstruktionen von Raben- und Eulenfedern. Auch die eigenhändig gemachten Fotos von Schwarzstorch, Uhu und anderen seltenen, gefiederten Freunden sowie von heimischen Orchideen wurden mit regem Interesse beäugt.

 

Die Bastelwütigen hingegen fabrizierten mit Top-Unterstützung durch die Mädels und Jungs aus der Jugendgruppe Luhe ganze Heerscharen von Zitronen - und Pinkflügelfledermäusen, Blauschwingeneulen, Kiefernzapfenigeln, -füchslein und anderem fantasievollen Getier. Viele amüsierte Eltern und stolze Kinder trugen die selbst gefertigten Kunstwerke nach Hause. Es bleibt zu hoffen, dass diese Kolonien sich in ihrem neuem Biotop recht lange halten und für gute Erinnerungen an eine vergnügliche Zeit beim LBV-Stand des Kinderbürgerfestes sorgen.

Vielen Dank an alle, die mitgeholfen haben!


Wer singt denn da? - Vogelstimmenwanderung an der Schweinenaab

Ein Höhlenbaum wimmelt voller Leben! Foto: N. Merbald
Die Teilnehmer der LBV-Wanderung; Foto: N. Merbald

(15.05.2017) - Den Vogelstimmen auf der Spur war am vergangenen Samstag eine Truppe von naturbegeisterten Frühaufstehern. Ab 7 Uhr lauschten sie an Schweinenaab und Sauerbach unter der Leitung von Dr. Gerald Henkel vom Landesbund für Vogelschutz (LBV) verschiedensten Gesängen.

 

Kohlmeise, Kuckuck, Amsel, Star und Rabenkrähe sind den meisten noch geläufig. Doch wie unterscheidet man den Kleiber vom Rotkehlchen, wie singen Zilpzalp, Zaunkönig und Mönchsgrasmücke? Viele der musikalischen Gesellen ließen sich nicht nur hören, sondern auch sehen, zum Beispiel beim Ein- und Ausfliegen in dieÖffnungen der heiß begehrten Höhlenbäume. Als Rarität gab sich sogar ein Braunkehlchen die Ehre.

 

Wer selbst Lust darauf hat, die Welt der Vogelstimmen zu erkunden: am Samstag, 20. Mai 2017 gibt es noch eine Gelegenheit in Weiden-Ost, ab 7:00 Uhr am Ende des Hopfenweges (Parkplatz vorhanden). Dauer ca. 2,5 Stunden, Teilnahme kostenlos, keine Anmeldung erforderlich. 


Den Geistern der Nacht auf der Spur

Fledermäuse in der Grundschule Eslarn

(30.06.2016) - Auf Wunsch der Schulleitung der Eslarner Grundschule hat Fledermausfachberater Markus Liebl am Donnerstag, 23.06.2016, den Schuldachboden auf Fledermäuse untersucht.

 

Die Fledermäuse haben sich nicht gezeigt, aber der frische Kot weist auf einzelne Tiere der Art Großes Mausohr hin. Im Anschluss unternahmen die Viertklässler im Rahmen ihrer Schulnacht einen zweistündigen Ausflug in die Welt der Fledermäuse, ohne dabei den Schulhof verlassen zu müssen. Bilder, Präparate, spannende Geschichten und am Schluss der Einsatz eines die Ultraschallrufe in hörbare Töne umwandelnden Batdetektors begeisterte die Kinder so, dass sie bis in die Dunkelheit hinein aufmerksam viel Neues über Fledermäuse lernen, aber auch selbst mit Geschichten aufwarten konnten.

 

Abschließend schwirrten vier verschiedene Fledermausarten - Großes Mausohr, Nordfledermaus, Zwergfledermaus und der Große Abendsegler - über den Schulhof. Ein toller Abschluss eines schönen Abends unter dem Eslarner Sternhimmel! 

Fledermausfachberater Markus Liebl untersucht den Dachstuhl; Foto M. Liebl
Fledermausfachberater Markus Liebl untersucht den Dachstuhl; Foto M. Liebl
Die Kinder der Grundschule Eslarn sind fasziniert von den Geistern der Nacht; Foto M. Liebl
Die Kinder der Grundschule Eslarn sind fasziniert von den Geistern der Nacht; Foto M. Liebl

Nachrichten-Archiv

Hier finden Sie die Berichte aus den Jahren

2015

2014

2013

© Landesbund für Vogelschutz in Bayern e.V.
zum Anfang
Mitglied werden
LBV Naturshop
LBV QUICKNAVIGATION