Wir freuen uns, wenn Sie an einer unserer Veranstaltungen teilnehmen, uns auf unserer Neuigkeitenseite "Wir aktiv" näher kennenlernen oder sich einfach mal bei uns melden!
Kaum werden die Tage länger, beginnen die ersten Singvögel mit ihrem Gesang: an sonnigen Tagen sind bereits jetzt Kohlmeisen, Kleiber und Grünlinge zu hören. Nach und nach werden Amsel, Buchfinken, Goldhähnchen und alle anderen heimischen Arten einstimmen und den Chor vervollständigen. Sie voneinander zu unterscheiden, ist gar nicht so schwer, kann aber ein paar schöne Stunden in der Natur in Anspruch nehmen.
Die LBV-Naturschutzgruppe Weiden/Neustadt bietet auch dieses Jahr einen Kurs an, in dem unter der fachkundig-humorvollen Anleitung von Vogelkenner Wolfgang Winter die Stimmen der einheimischen Vogelarten erhört und wiedererkannt werden können.Für die Zeit von Ende Februar bis Ende Mai sind insgesamt mindestens 15 kurze Exkursionen vorgesehen. Um die Witterung berücksichtigen zu können, erfolgt Verabredung zu den einzelnen Terminen jeweils ca. 2 Tage vorher, wobei beim ersten Treffen feste Wochentage vereinbart werden.
Die Teilnahme ist für Mitglieder des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz kostenlos, Nicht-Mitgliedern wird eine Teilnahmegebühr von 45 € abverlangt. Zur schnellen und zuverlässigen Verabredung ist eine Anmeldung mit Angabe einer whatsapp-fähigen Telefonnummer nötig bei wolfgang.winter@lbv.de.
Neben den Reviergesängen, die nur in der ersten Jahreshälfte zu hören sind, geben viele Vogelarten das ganze Jahr über auch noch arttypische Rufe von sich, anhand derer sie zu unterscheiden sind. Die sichere Bestimmung von Arten ist die wichtigste Grundlage für Naturschutzarbeit, zudem bereitet das Lauschen auf Vogelstimmen Freude und seelischen Erholung, was zugegebenermaßen auch funktioniert, wenn man sie nicht erkennt, aber mit Erkennung machts mehr Spaß. Ein einigermaßen gesundes Gehör und wetterfeste Kleidung sind notwendig, Vorkenntnisse dagegen nicht.
Exkursionsleiter und Text: Wolfgang Winter, Foto: Norbert Vetter "Wintergoldhähnchen"
PS: Wenn das Wintergoldhähnchen nicht aufgrund von winterlichem Hunger in unsere Gärten kommt, hält es sich hoch in Baumspitzen auf und man weiß nur über das "Hören" von seiner Gegenwart.
Es wuselte und brummte am 17.1.26 dröhnend fast wie in einem Bienenstock in der Werkstatt von Gerhard Reichl in Altenstadt, als 17 Insektenfreunde gemeinsam 23 luxuriöse Insektennisthilfen herstellten und hunderte tiefe Löcher in hartes Holz bohrten. Luxuriös deshalb, weil hier den Insekten einiges an Arbeit abgenommen wird. Sie können ihre Brut in vorgebohrte Löcher mit sauberen, flügelsicheren Rändern stapeln, heranwachsen lassen und habe so gute Bedingungen, sich erfolgreich zu vermehren. Denn auch wenn viele Leute bei Bienen vor allem an die Honigbiene im Bienenstock denken, ist Biene nicht gleich Biene. Es gibt ca. 560 Wildbienenarten in Deutschland, zu denen auch die Hummeln zählen. Sie haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, auch hinsichtlich ihrer Fortpflanzung. Einige bauen eigene Nester, andere nisten im Boden, im Totholz, in markhaltigen Pflanzenhalmen oder in Lehmwänden.
Will man ihnen etwas Gutes tun, dann muss man doch einiges Wissen. Das vermittelten die drei LBVler Albert Hirmer, Hans Heinrich und Gerhard Reichl anschaulich den gut gelaunten und sichtbar glücklich dreinschauenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops. Zu Gast beim Landesbund für Vogel und Naturschutz waren dabei Wildbienenfreunde aller Altersgruppen, aber Kinder, deren Muskeln am Abend wohl gebrannt haben.
Alle erfuhren, was es für eine gute Nisthilfe braucht: das richtige Holz, die richtige Bohrtechnik, die richtige Glättung der Lochränder, die ansonsten den zarten Flügeln der kleinen Brummer gefährlich werden können. Inspiration gab es aber auch für weitere Nisthilfen, die dann auch anderen Wildbienen und Insekten nützen. Im Garten von Gerhard Reichl konnte man da die ganze Bandbreite im Einsatz bewundern. Lehmwände, Totholz mit Löchern, Hummelkästen, zusammengebundene markige Brombeerstängel, Löcher zwischen gelagerten Holzbrettern und einiges mehr. Aber das sind Projekte für andere Tage. An diesem Tag waren alle Teilnehmer erst einmal stolz, dass sie nach Stunden des Bohrens so schöne und dekorative Nisthilfen mit nach Hause nehmen konnten. Jetzt gilt es auf die ersten Bewohner zu warten. Der Frühling kann kommen!
Text: Verena Bauer, Bilder: Albert Hirmer
Lebensraum für gleich hunderte Gartenhelfer herzustellen, ist gar nicht so schwer, wenn man ein paar Dinge beachtet. Was genau wichtig ist, dass erfahren Hobby-Handwerker und handwerklich Unerfahrene – egal welchen Alters – bei einem Workshop des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Altenstadt: Welches Material ist geeignet, welche Lochgröße und warum, worauf muss man beim Bohren achten? Aber auch: Was kann man im eigenen Garten oder auf dem Balkon sonst noch für Wildbienen tun. Albert Hirmer als unser Ratgeber für Naturgärten und Gerhard Reichl als Tüftler und Insektenfreund können hier auf reiche Erfahrungsschätze aus Ihrem eigenen Garten zurückgreifen.
Anmeldung und weitere Infos bei: verena.bauer@lbv.de.
Für handwerklich begeisterte Familien besonders geeignet.
Keine Vorkenntnisse nötig. Wenn möglich Akkuschrauber und Bohrer (3-10 mm) mitbringen
Ort: Altenstadt/WN (nähere Infos bei Anmeldung)
Zeit: 14:00 bis ca. 16:30 Uhr am 17.1.2026
Unkostenbeitrag für Nisthilfen, die mitgenommen werden, 15 Euro.
Sonntag, 11.1.26, 14:00 Uhr
Tierspuren sind mehr als nur die Abdrücke im Schnee, die wir auf Spaziergängen in der winterlichen Landschaft so gerne erforschen und auch sie muss man lesen können. Denn sie verraten mehr als nur die Tierart über den Pfoten, z.B. können auch Geschwindigkeit, Laufart, Begegnungen mit anderen Tieren spannende Erkenntnisse für einen Spurensucher sein. Der Blick nach unten lohnt tatsächlich oft, nicht nur für Abdrücke, sondern auch für Fraßspuren, Losungen und vieles mehr. Aber auch in der Horizontalen, z.B. an Fraßspuren an Baumrinden und mit den Augen nach oben gibt es viel zu entdecken, wie verlassene Nester, die in den Baumspitzen im laubfreien Winter besonders deutlich zu sehen sind. Einmal dafür geschult, ist der Wald ein spannender Ort, der der geübten Spurenleserin so einiges zuflüstert, was andere nicht sehen. Und dabei gibt es ohne Schnee anderes, aber nicht weniger zu sehen als mit.
Appetit auf aufmerksame Spaziergänge macht am kommenden Sonntag, den 11. Januar 2026, um 14:00 Uhr wie gewohnt Naturkenner Wolfgang Winter. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (Weiden/Neustadt) ist kostenlos. Die Tierspurenwanderung ist vor allem, aber nicht nur für Familien interessant. Festes Schuhwerk und warme Kleidung sind sinnvoll.
Treffpunkt: Schätzlerbad Weiden, 11.1.26, 14:00 Uhr.
Eine Kooperation des Oberpfälzer Waldvereins in Neustadt (OWV) und der Naturschutzgruppe Weiden-Neustadt des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) bringt auch den Piepmätzen an Neustadts Bächlein und Flüssen eine kleine Bescherung: 14 neue oder frisch restaurierte Nistkästen wurden montiert, die im Winter von Vögeln und Mäusen auch gerne als trockene Unterstände genutzt werden. Dazu gibt es am OWV-Rastplatz unter der Mühlbergkirche wieder eine frisch gezimmerte Futterstelle. Möglich wurde das durch eine erneute Kooperation der Verbände. Der LBV hat die Nistkästen fachgerecht gebaut, d.h. groß und dick genug, aus Holz ohne Verleimung, mit passender Lockgröße, leicht leerbar und so tief, dass die kleinen Vögelchen auch möglichst geschützt vor den langen Fingern vor Marder und Co sind. Gefertigt wurden die Kästen von Gerhard Reichl, Hans Heinrich oder von Aktiven in einem der vielen Workshops der LBV-Naturschutzgruppe Weiden/Neustadt. Montiert wurden sie gemeinsam und sie hängen da, wo der OWV schon seit Jahrzehnten aktiv ist. Weitere Nistkästen an der Floß sind gerade abmontiert und zur Reparatur. Vor der neuen Nistsaison wird es aber auch dort mehr Wohnraum für Meisen, Kleiber, Baumläufer und Co geben.
Und der wird gebraucht. Fast alle Nistkästen waren diese Saison erneut belegt. Die meisten in Mehrfachnutzung von Vögeln und Mäusen, einige von Hornissen und einer auch von einem Siebenschläfer. Dass die Vögel so viel Kraft zum Brüten haben, liegt wohl auch daran, dass sie hier in Neustadt im Winter nicht hungern müssen. Die sechs Fütterstellen des OWV sind wie jedes Jahr so gut besucht, dass es dort flattert und wuselt. Ein schöner Anblick.
Wer sich selbst noch mehr für unsere Vögel und ganz allgemein auch für den Erhalt der natürlichen Lebensräume einsetzen möchte, ist bei beiden Vereinen herzlich willkommen. Einfach melden, z.B. bei verena.bauer@lbv.de oder beim OWV Neustadt.
Streuobstwiesen, die bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten können, sind Hotspots der Artenvielfalt und für die Ortsgruppe des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz Weiden/Neustadt damit etwas, wofür es sich lohnt, die Ärmel hochzukrempeln. Deshalb rückten am 31.10.25 fast ein Dutzend ehrenamtlich Aktive und Neustädter Helfer - begleitet und überwacht von Hündin "Fritzi" - mit einfachem Gerät, aber viel Begeisterung und Freude am Naturschutz an, um auf einer Fläche des LBV in Altenstadt einen ersten Schritt in Richtung mehr Lebensraumschaffung zu erbuddeln. Dafür wurden auf einer bis dahin eher artenarmen Wiese für Apfel-, Birn-, Walnussbäume und Kirschen eine lange Reihe großer Löcher gegraben, in denen Bäumchen dann gut geschützt vor Wühlmäusen und Verbiss heranwachsen können.
Die Pflanzen selbst wurden mit finanzieller Unterstützung der unteren Naturschutzbehörde angeschafft. Organisiert und angeleitet von Susanne Schwab gingen an diesem sonnigen Herbstnachmittag alle beherzt zu Werk und jeder einzelne musste auch wirklich anpacken, damit die Gruppe gerade so vor Sonnenuntergang im Mondschein noch ihre Blicke über die fast gerade Reihe Streuobstbäume schweifen lassen konnte: glücklich, müde und auch ein wenig stolz auch diese Chance für mehr Lebensraum für Insekten, Vögel, Spinnen und vieles mehr.
Wer mehr über Streuobstwiesen und ihr großes ökologisches Potential wissen will, ist am kommenden Samstag, 8.11.25, ab 10: 00 Uhr herzlich eingeladen zu einem Vortrag mit anschließendem Arbeitseinsatz: Wir pflegen nach einer Einführung die städtischen Obstbäume in Neustadt.
(Text: V. Bauer, Fotos: V. Bauer und V. Spies)
Was Ella Krapf an diesem warmen Nachmittag für die 15 Naturliebhaber dabei hat, passt in eine kleine Kiste: Ein paar Farben, Pinsel, leere Blätter und etwas Anschauungsmaterial … Alles Dinge, die den Kursteilnehmern eher Respekt, wenn nicht gar Angst einflößen, denn fast alle waren anfangs davon überzeugt, dass sie wirklich nicht zeichnen können. Ca. 5 unglaublich kurzweilige Stunden später hatte dann jeder eine Pflanze seiner Wahl auf einer Seite mit Zeichnungen, Daten und emotionalen Bemerkungen näher kennengelernt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und wurde gemeinsam gewürdigt. Aber das war dann gar nicht mehr wichtig. Auf dem Weg zum ersten Eintrag in das eigene Natur-Tagebuch erfuhren die ca. 15 Teilnehmer, die sich wunderbar sympathisch und stressfrei angeleitet von Ella Krapf immer wieder auf Ungewohntes einlassen mussten, dass es beim „Nature Journaling“ eigentlich nur nebenbei ums Zeichnen geht. Es geht vielmehr darum, wie intensiv – mit allen Sinnen und vielen Gedanken im Kopf - man schon die alltäglichsten Naturschätzchen erleben kann, sei es eine angeknabberte Haselnuss, eine samenbesetzte Brennnessel, ein Stück bemoostes Totholz oder einen Acker-Schachtelhalm.
Man lernt in diesem Kurs genau zu beobachten, kämpft darum, seine Eindrücke in Worte zu fassen, befragt den Gegenstand, sucht nach Anknüpfungspunkten aus den Erinnerungen, gibt ihm einen emotionalen Wert und lacht bei den ersten Zeichenversuchen, die dann doch erfolgreicher sind, als man sich zugetraut hätte. So wird aus einem beliebigen Haselnussblatt am Weg oder einem Weidenröschen im sumpfigen Grün etwas ganz Besonderes. Und auch die Beobachtenden verändern sich, das spürten alle Teilnehmer: Man wird ruhiger, fröhlicher, nimmt Farben und Formen ganz anders wahr und begeistert sich für scheinbar Alltägliches, das doch so kunstvoll von der Natur gestaltet wurde, dass es Verschwendung wäre, es nicht näher anzusehen. Staunen macht glücklich und das sicher dauerhaft mit jeder neuen gefüllten Seite mehr und mehr.
Am Ende waren alle unglaublich dankbar, dass Ella Krapf den Kurs „Nature Journaling“, den sie im Rahmen ihres freiwilligen ökologischen Jahres im Nationalpark Bayerischer Wald entwickelt hat, endlich nicht nur dort weiterführt, sondern auch nach Weiden gebracht hat. Da sollte er öfter zum Einsatz kommen. Man würde es den zukünftigen Kursteilnehmern gönnen. (Text und Fotos: Verena Bauer, Zeichnungen: Ella Krapf und Teilnehmer)
Genauere Infos, was man tun kann, wenn man einen Jungvogel gefunden hat, finden sich hier auf der Homepage des LBVs. Vogel gefunden: Was nun? - LBV
Vor allem für große Fund-Vögel kann man sich auch bei der Vogelauffangstation informieren. Vogelauffangstation in Regenstauf - LBV
Naturerlebnisse können kraftvoll sein, wenn man sich Zeit zum Beobachten nimmt. Das können Naturbegeisterte am Samstag, den 13.9.25, in Sperlhammer gemeinsam tun, an einem schönen Platz im Grünen und gut gestärkt durch den Genuss von Zwetschgendatschi. Wie man die flüchtigen Momente länger bewahrt, kann man an diesem Tag mit Ella Krapf lernen. Was man braucht ist ein Notizbuch, ein paar Stifte und den Willen, die eigenen Beobachtungen in einer Kombination aus Wörtern, Skizzen, Zeichnungen und Fotos zu Papier zu bringen. Selbst Zeichnen ist kein Muss, aber was Ella zeigt, wird Lust dazu machen. Vorkenntnisse im Zeichnen sind explizit nicht nötig.
Anmeldung und weitere Infos per E-Mail bei verena.bauer@lbv.de. Ort: Sperlhammer, LBV-Hütte.
Text: Verena Bauer, Bilder: Ella Krapf.
Samstag, 13.09.2025 ab 14:30 Uhr auf dem LBV-Grundstück Sperlhammer
Natur genießen - mit Zwetschgendatschi und/oder Zeichenblock
Naturerlebnisse können kraftvoll sein, wenn man sich Zeit zum Beobachten nimmt. Das wollen wir gemeinsam tun, an einem schönen Platz im Grünen und gut gestärkt durch den Genuss von Zwetschgendatschi und Kaffee. Wie man die flüchtigen Momente länger bewahrt, kann man an diesem Tag mit Ella Krapf lernen. Was man braucht ist ein Notizbuch, ein paar Stifte und den Willen, die eigenen Beobachtungen in einer Kombination aus Wörtern, Skizzen, Zeichnungen und Fotos zu Papier zu bringen. Selbst Zeichnen ist kein Muss, aber was Ella zeigt, wird Lust dazu machen. Anmeldung per E-Mail bei verena.bauer@lbv.de.
Donnerstag, 25.09.25: Wie viele Farne hat der Wald? (Mit Wolfgang Winter)
Bei einem Spaziergang werden erstaunlich viele Arten von Farnen gefunden und können eindeutig bestimmt werden.
Man muss kein Botaniker sein!!
Ein kurzer und kurzweiliger Einblick in die Artenvielfalt unserer Heimat.
Für Familien geeignet. Feste Schuhe nötig, Lupe sinnvoll, aber nicht nötig.
Treffpunkt: auf dem Parkplatz der Pfadfinder-Blockhütte an der Straße zwischen Weiden und Theisseil.
Start: 18:00, Dauer ca. 1,5 Stunden.
Samstag, 04.10.25, 10 Uhr: Pilzwanderung mit Förster Andreas Arnold
Lernen Sie mit Pilzkenner Andreas Arnold nicht-essbare und essbare heimische Pilze besser kennen. Wir erkunden das Felixwäldchen und treffen
Parkplatz vor dem Kloster Felix.
Dauer: ca. 2 Stunden
Ansprechpartner: Andreas Arnold
Anmedlung per Mail: verena.bauer@lbv.de
Anlässlich der internationalen Bat-Night hat die LBV-Naturschutzgruppe Weiden-Neustadt am 30.8.25 zum zweiten Mal Fledermaus-Interessierte zur Mühlberg-Kirche über Neustadt eingeladen. Als begeisternder Fürsprecher für die Fledermäuse, die die Gruppe im Laufe des Abends zwar neugierig umkreisten, bewies sich erneut Carsten Lenz, denn ihm gelang es, diese Flugkünstler, deren Art der Sinneswahrnehmung und Jahresablauf sich so deutlich von unserem Leben unterscheiden, direkt in die Herzen der Besucher fliegen zu lassen.
Um sich der Lebenswelt der Tiere leichter annähern zu können, waren die Naturfreunde am Beginn dieses Abends aufgerufen, kurz auf ihren Hauptsinn - das Sehen - zu verzichten, denn der spielt in der Welt der Fledermäuse auch kaum eine Rolle. Das Schließen der Augen wurde dann durch eine spannende Fantasiereise durch den Tagesablauf der Fledermäuse belohnt.
Carsten Lenz entführte durch einfühlsame und spannende Erzählungen in die Welt einer weiblichen Fledermaus der Art "Großes Mausohr", die sich mit Hilfe ihrer Ohren in der Landschaft orientiert, sich für Käfer-Snacks begeistert und tagsüber mit ihren Freundinnen in einer Gemeinschaft schläft, deren Stärke an sozialen Bindungen beeindruckt. Anhand von selbst gezeichneten Grafiken wurden, - dann wieder mit geöffneten Augen der Fledermausfreunde - sowohl die Unterschiede zwischen einzelnen Arten, ihren Jagd- und Lebensformen erklärt als auch ein Überblick über den Jahresablauf von Fledermäusen gegeben. Gelernt wurde hier, am Fuße der wunderschönen Mühlbergkirche, unter anderem, dass männliche Fledermäuse meist einzeln "ihr Ding drehen", während die Fledermausdamen in einer vollen Wochenstube den Schall von hunderten Artgenossinnen und das Echo der Umgebung auseinanderhalten müssen. Carsten Lenz erklärte aber auch, wie sinnvoll und gleichzeitig wie fordernd ein Winterschlaf für Fledermäuse ist, die damit zwar die insektenarme Zeit überbrücken, aber ihren ganzen Organismus umstellen müssen. Das zeigte er beispielhaft an der Herzfrequenz auf, die von mehreren hundert auf einige einzelne Schläge reduziert wird.
Weil das nur ein paar der vielen Informationen waren, die den Besuchern des lauen Sommerabends die uns fremde Lebenswelt der Fledermäuse näher brachten, ist es kein Wunder, dass aus den eingeladenen Fledermausinteressierten am Ende des Abends ohne Ausnahme Fledermausfreunde geworden sind.
Im Anschluss konnte - gut gestärkt durch Kuchen, Zwiebelkuchen und Kräuterbutterbaguette - in der Dämmerung der Ausflug mehrerer Fledermausarten aus dem Turm der Kirche beobachtet werden. Bat-Detektoren machten die Jagd dieser Flugkünstler auch hörbar. Ein durch und durch schönes sinnliches Erlebnis.
Wer sich mehr für den Schutz dieser ganz besondere Tiere einsetzen müssen, der ist beim LBV Neustadt/Weiden herzlich willkommen.
Text: Verena Bauer
Am 22. Juni waren wir, der Landesbund für Vogelschutz, auf dem Bauernmarkt in Neustadt vertreten. Neben vielen anderen interessanten Ständen rund um die heimische Landwirtschaft, Forstwirtschaft und regionale Erzeuger*innen haben wir unseren Stand mit spannenden Naturschutzthemen für die Besucherinnen und Besucher gefüllt.
Zum Anschauen gab es einiges an unserem Stand – und zu jedem Thema auch eine fachkundige Beratung oder eine spannende Geschichte von unserem motivierten Standteam. An dieser Stelle auch ein großer Dank an die Stadtbäume – in diesem Fall die Rosskastanie –, ohne deren Schatten wir ganz schön ins Schwitzen geraten wären!
Ein immer wieder besonderer Punkt in unserem Angebot ist das Projekt „Vogelfreundlicher Garten“. Dabei besuchen engagierte und fachkundige Naturgarten-Profis aus dem LBV mit viel Erfahrung über die Lebensraumansprüche von Insekten und Vögeln die Gärten interessierter Menschen – und bringen allerhand Tipps und Tricks zur vogelfreundlichen Gestaltung mit. Wenn der Garten den Bedingungen entspricht, gibt es eine stolze Plakette für den Gartenzaun, die genau das sagt: „Ich bin vogelfreundlich – und stolz drauf!“ (Natürlich auch insektenfreundlich – denn das geht ja Hand in Hand.)Eine Menge Infos, wie und wann ein Garten naturfreundlicher wird, waren am Stand nachzulesen oder konnten direkt erfragt werden.
Ein weiterer Programmpunkt – und immer wieder spannend anzuschauen – sind die verschiedenen Nistkästen und Insektenhotels, die beim LBV natürlich nicht fehlen dürfen. Ganz vorne mit dabei: die Schwalbenwinkel von unserem Schwalbenexperten Albert. Die Nisthilfen für Mehl- und Rauchschwalben sind wichtige Elemente für Stallungen und Scheunen, die mit jeder Modernisierung leider ein bisschen mehr Nutzen für diese fleißigen Sommerflieger verlieren – sofern man sie nicht berücksichtigt.
Wie einfach ein Insektenhotel gebaut werden kann, zeigten die „Astabschnitte mit Dach“, die mit gut platzierten Bohrlöchern einfach aufgehängt werden können – ganz ohne den oft überflüssigen Schnickschnack mancher modischer Insektenhotels.
Und ganz in der Mitte des Standes konnten unsere Besucherinnen und Besucher ein kleines Fenster betrachten – nicht zum Draufklopfen und „Hallo“ sagen, sondern um nicht dagegen zu fliegen. Jährlich stirbt eine enorme Anzahl an Vögeln durch die Kollision mit Glasscheiben an Gebäuden, Bushaltestellen und anderen Einrichtungen, da sie diese nicht als Barriere wahrnehmen. Der LBV informierte über die verschiedenen Möglichkeiten, Fenster für Vögel ungefährlicher zu machen. Das Fenster am Stand wurde zum Beispiel mit einem speziellen Punktmuster beklebt, das für Vögel gut sichtbar ist – und dabei trotzdem fast dekorativ wirkt.
Natürlich gab es auch etwas zu gewinnen: Bei einem erfolgreich abgeschlossenen Vogelquiz (oder gegen eine kleine, erfolgreich übergebene Spende) haben wir eine große Auswahl an heimischen Pflanzen bereitgestellt. Die Wildblumen und Kräuter können jetzt in so manchem Garten ein kleines bisschen mehr Wildheit und Naturfreude schenken.
Hast du uns verpasst?
Dann schau doch mal in unseren Veranstaltungskalender – und komm beim nächsten Event einfach dazu!
Text: Carsten Lenz, Bilder: LBV-Naturschutzgruppe Weiden-Neustadt
Einladung für alle Natur- und Gartenfreunde
Mit dem Projekt "Vogelfreundlicher Garten" feiert der LBV fast das ganze Jahr Gärten, in denen sich nicht nur Menschen, sondern auch Vögel, Insekten, Blindschleichen, Igel und viele mehr wohlfühlen.
Am Mittwoch, den 16.7.25, wollen wir das endlich einmal mit allen Naturfreunden gemeinsam tun.
Birgit Frenzel lädt zu einem gemütlichen Zusammensein ein, zum Honiglecken aus der eigenen Imkerei, zum Fachsimpeln über Natur, Gärten, Biodiversität und mehr und einfach zum Schauen, wie viel von der Natur man in den eigenen Garten holen kann.
Und so war's ... hier zum Nachlesen bei Onetz: https://www.oberpfalzecho.de/beitrag/eine-einladung-in-ein-verborgenes-gartenparadies:
Wegen der kühlen Witterung konnten die Bienen trotz allem Fleiß noch nicht viel Honig einlagern. Das hat eine Terminverschiebung bei der Ortsgruppe Weiden-Neustadt des LBV (Landesbund für Vogel- und Naturschutz) zur Folge: das "Süße Treffen" der vogelfreundlichen Gartenbesitzer, das am 27. Mai in Etzenricht geplant war, kann erst im Juli stattfinden.
Aber dann gibt es für alle, die sich dieses Jahr und in den vergangenen Jahren um die LBV-Auszeichnung „Vogelfreundlicher Garten“ bemüht haben das versprochene Honigfestchen, bei dem sich Garten- und Tierliebhaber honigschleckend über schöne Beobachtungen in ihren Gärten austauschen können.
Der neue Termin wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Lockeres Wippen aus den Knien heraus – das ist das Bewegungsmuster, an dem man die Wasseramsel üblicherweise erkennt. Schaut man dann etwas genauer hin, wie der passionierte Naturbeobachter Volker Spies, dann strahlt einem gleich die unverkennbar schneeweiße Brust des Vogels entgegen.
Volker Spies, der sich seit vielen Jahren ehrenamtlich beim Landesbund für Vogel- und Naturschutz engagiert, war bestimmt nicht der erste, der bei diesem Anblick gleich sein Herz an diese mittelgroße Schönheit der Vogelwelt verlor, die man nur dann zu Gesicht bekommt, wenn an einem Flussabschnitt mal alles passt. Wasseramseln lieben Flüsse mit steinigem und kiesigem Untergrund und solche Bereiche gibt es tatsächlich ganz nah an den Weidenern, nämlich im Stadtbadbereich. Hier tauchen die Wasseramseln nach Beutetieren wie z.B. Wasserinsekten und Kleinkrebsen. Schon im Dezember konnte Volker Spies beobachten, wie sie am steinigen Uferrand der Waldnaab Nahrung aufpickte.
Dass es für die Wasseramsel hier – auf seiner Spazierstrecke – noch ein wenig optimaler wird, dafür wollte Volker Spies dann unbedingt sorgen. Wasseramseln bauen ihre Kugelnester in Halbhöhlen oder Höhlen entlang ihrer Nahrungsgewässer. Da solche Uferbereiche immer seltener werden sind sie für Hilfe dankbar. Nistkästen die wie Halbhöhen aussehen, können da hilfreich sein.
Zusammen mit seinem LBV-Kollegen, Hans Heinrich, fand der Vogelfreund in der Stadt Weiden, genauer gesagt mit der Stadtgärtnerei schnell einen Partner, der sich begeistern ließ. Das Projekt war mit Stefan Dürgner von der Stadtgärtnerei schnell geplant: Zwei Nisthilfen für Wasseramseln auf dem Areal der Stadt.
Die Stadt Weiden gab schnell ihre Erlaubnis und nur wenig Tage später gingen dann die vier Naturfreunde, die zwei LBVler und Jan Seibert und Patrick Schmidthammer von der Stadtgärtnerei schon ans Werk. In Hans Heinrichs privater Werkstatt waren passende, stabile Holzkästen schnell und naturschutzfachlich korrekt gefertigt. Am 3.2.25 wurden die relativ großen und schweren Nistkästen dann bereits von den Stadtgärtnereimitarbeitern angebracht. Die beiden LBVler standen mit ihrem Rat zur Seite. Das Aufhängen gestaltete sich gar nicht so einfach. So stand Jan Seibert in seiner wasserdichten Arbeitshose mehrmals knietief in der eiskalten Naab zusammen mit seinem Kollegen Patrick Schmidthammer.
Aber in der Sonne unter tiefblauen Himmel in einem so sympathischen Team wurde das fachgerechte Aufhängen der Nistkästen aber bravourös durchgeführt. Die jungen Wasseramseln werden es nun beim Sprung aus dem Nistkasten gar nicht weit haben zum schützenden Nass des Flüsschens und so deutlich sicherer vor Fressfeinden sein. Sie können bereits tauchen und schwimmen, wenn sie flügge werden. Die LBV Ortsgruppe Weiden/Neustadt sagt Danke für die gekonnte und angenehme Zusammenarbeit mit Herrn Dürgner, Herrn Seibert und Herrn Schmidthammer. Für die Wasseramseln ist jetzt rechtzeitig alles vorbereitet. Sie beginnen schon ab Mitte Februar mit dem Nestbau. Und weil für diesen einmaligen und wunderschönen Singvogel, der schwimmen, tauchen und fliegen kann, die Bedingungen im Stadtbad passen, können im Frühjahr schon die jungen Wasseramseln nach Beute tauchen.
Text: Volker Spies und Verena Bauer, Fotos: Volker Spies
Wohnungsnot gibt es auch bei den Vögeln und Fledermäusen. Deshalb helfen Gerhard Reichl und Hans Heinrich interessierten Tierfreunden aller Altersgruppen am 15.2.25 um 15:00 Uhr in einer großen Werkstatt in Altenstadt dabei, Nisthilfen für unterschiedliche Tiere zu bauen, die sich gern mit uns den Garten teilen.
Dabei wird auch auf die Bedürfnisse der einzelnen Arten eingegangen. Meisen fliegen ihre Brutstätten am liebsten durch ein Loch an, der Vogel des Jahres 2025, der Hausrotschwanz, braucht es dagegen etwas luftiger in einer Halbhöhle und luftig darf es für die Fledermäuse auf keinen Fall sein, die wollen nämlich nicht frieren.
Der Workshop ist auch für Familien wirklich gut geeignet und man darf, muss aber kein „Handwerker“ sein, denn die beiden LBVler Hans und Gerhard haben bereits ein paar Bausätze vorgefertigt und begleiten unerfahrene Bastler Schritt für Schritt kompetent auf den ersten Schritten zum eigenen Nistkasten und erzählen nebenbei auch aus der Naturschutzarbeit.
Die fertigen Nistkästen können – je nach Größe und Materialbedarf – für ca. 10 bis 15 Euro erworben oder kostenlos dem Naturschutz zur Verfügung gestellt werden.
Bitte – wenn vorhanden – Akkuschrauber mitbringen.
Anmeldung erforderlich für weitere Informationen zu Anfahrt & Co.: verena.bauer@lbv.de. Plätze begrenzt.
Bei bestem Wetter waren es letztlich nicht die Sonnenstrahlen auf knirschendem Schnee, die den zweiten Sonntagnachmittag im Januar zu einem Naturerlebnishighlight machten, sondern die humorvoll-unterhaltsame Weise, in der Wolfgang Winter Naturgeschichten aus kleinsten Indizien auf dem Weg vom Schätzlerbad Richtung Schwedentisch quasi herauspresste.
Diesen spannenden Erzählungen lauschten ca. 50 Hobby-Fährtenleser gut gelaunt und wurden mit zahlreichen Entdeckungen belohnt.
Zu sehen gab es bilderbuchklare Fußabdrücke von Mauswiesel, Hase und Co. im Schnee, Fraßspuren von Eichhörnchen, Fichtenkreuzschnabel, Waldgärtner und vielen weiteren sowie mehrstöckige "Specht-Hochhäuser", die einen Baum mit gleich mehreren Höhlen zu ihrem Wohnraum umgestaltet haben .
An skurrilen Gebilden, die z.B. mal einer Ananas gleichten, erklärte Naturkenner und LBV-Aktiver Wolfgang Winter, wie Gallwespen und Gallfliegen Bäume dazu bringen, ihnen eine geschützte Brut- und Fresshöhle für den Start ins Leben zu bieten. Immer wieder konnte man, wenn man sich mal Zeit nimmt und genauer hinschaut, auch viel über Überlebenstechniken der tierischen Waldbewohner erfahren: Ein Kiefernzapfen leert sich leichter, wenn er fest in die Rinde eines Baumes gesteckt wird. Als Marder sollte man wohl nicht zu viele Mistelbeeren fressen, auch wenn sie lecker sind, sonst wird einem schlecht. Als Maus frisst sich in einer ehemaligen Spechthöhle am Boden am sichersten und wenn Zweigschnipsel am Boden liegen, war nicht unbedingt eine Gartenschere am Weg, vielleicht war es auch ein Kieferborkenkäfer, die die Kronen der Bäume beschnitt.
Wen diese Naturgeschichten süchtig gemacht haben, den fordert Wolfgang Winter auf, ab jetzt jeden Spaziergang für Entdeckungen zu nutzen. Den Blick für die Wunder der Natur schärfen kann man mit zahlreichen Veranstaltungen der Landesbunds für Vogel- und Naturschutz. Das Programm für die ersten Monate des Jahres ist gerade erst erschienen (www.neustadt-weiden.lbv.de oder hier unter dem Beitrag).
Auf EU-Ebene droht die nächste
Angriffswelle auf Natur- und Umweltstandards. Schon Anfang September 2025 haben Sie gezeigt, was möglich ist: Als die EU-Kommission fragte, ob Umweltgesetze aus Gründen der „Effizienz“
geschwächt werden sollen, sind viele von Ihnen aktiv geworden. Dieser Druck hat Schlimmeres verhindert! Aber: die "Vereinfachung" von Natur- und Umweltschutzgesetzen geht
weiter.
Damit die Deregulierung nicht unbemerkt vorangetrieben wird, startet das europäische #HandsOffNature-Bündnis eine neue Petition. Helfen Sie mit und geben Sie der Natur Ihre Stimme!
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Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Ausübung Ihres Hobbys in der Natur achten sollten, damit Sie auch weiterhin deren Schönheit genießen können. Einige Dos and Don’ts * für Outdoor-Aktivitäten.
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Deutschlands Brutvögel nach wie vor massiv gefährdet – weiterhin keine Trendumkehr erkennbar!
Im Juni stellte das Nationale Gremium Rote Liste Vögel in der bereits sechsten Fassung die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands der Öffentlichkeit vor. 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und ist somit bedroht
Auf dem Hof von Naturlandpräsident Hubert Heigl durften wir eine Rauchschwalbenwebcam installieren, die uns nun 24 Stunden lang live das Leben am Nest mitverfolgen lässt. Schauen Sie rein!