Wir freuen uns, wenn Sie an einer unserer Veranstaltungen teilnehmen, uns auf unserer Neuigkeitenseite "Wir aktiv" näher kennenlernen oder sich einfach mal bei uns melden!
Sie sind die unerreichten Meister der Langzeitflieger: Die Mauersegler. Bis zu zehn Monate lang halten sich Mauersegler in der Luft, ohne auch nur einmal zu landen. Das geht nur, weil sie fast alles auch im Flug können: Futter jagen, essen, sich paaren, entspannen und sogar schlafen. Man vermutet, dass sie dafür immer eine Gehirnhälfte in den Schlaf legen und mit der anderen ihre Position halten.
Die Winde, die sie tragen, sind also ihr eigentliches Zuhause, in dem sie aber viel unterwegs sind. Fast 200 000 Kilometer legen die kleinen Vögel jährlich zurück. Die Landschaft zwischen ihrem Wintergebiet z.B. in Zentral- oder Südafrika und ihrem Sommeraufenthalt bei uns betrachten sie dabei meist ganz konsequent von oben. Erst wenn sie Anfang Mai hier ankommen und Brutplätze vorbereiten, berühren ihre viel zu kurzen Beine auch mal wieder festen Grund.
Und diese Brutplätze würden die Aktiven vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz in Weiden/Neustadt zusammen mit dem OWV Neustadt gern in einer Karte dokumentieren. Denn Mauersegler brüten im Gegensatz zu Meisen, die auch gern dreimal im Jahr eigene Junge großziehen nur genau einmal jährlich und sie sind bei der Wahl ihres Brutplatzes gleichzeitig sehr treu und sehr empfindlich. Sie sind Höhlenbrüter und nisten heutzutage meist an Hausfassaden, unter Dächern, Regenrinnen und Balkonen und fliegen immer stur den gleichen Platz an wie letztes Jahr. Mehr über gute Bedingungen für die Vermehrung dieser selten gewordenen Vögel herauszufinden, ist daher ein wichtiges Anliegen der Naturschützer.
Dafür werden Sie gebraucht! Jeder, der herausfindet, wo die Mauersegler gerade brüten, hilft bei diesem Citizen-Science-Projekt, bei dem Bürger wissenschaftlich verwendbare Daten miterheben, die sonst von den wenigen hauptberuflichen oder ehrenamtlichen Naturschützern nicht in diesem Umfang und dieser Breite erreichbar wären. Man muss nur Augen und Ohren auch nach oben richtet, wenn man der durchdringend schrillen Ton dieser bemerkenswerten Tiere den Himmel durchzieht. Hören Sie sich den Ruf gerne auf der Homepage des LBV an. Sie werden ihn dann nicht mehr vergessen: https://www.lbv.de/ratgeber/naturwissen/artenportraits/detail/mauersegler/ Dort finden Sie auch ein kurzes Video, das diesen magischen Flugkünstler in vielen weiteren Aufnahmen vorstellt.
Wenn Sie diese Schreie hören, dann verfolgen Sie den Mauersegler doch bitte mit ihren Blicken an diesem oder vielleicht auch dem nächsten Tag und wenn Sie sehen, welches Gebäude er zur Brut anfliegt, schreiben Sie uns doch bitte eine Mail mit der genauen Adresse oder einer Wegbeschreibung an den LBV Neustadt/Weiden oder die Vogelwarte des OWV Neustadt ([email protected] [email protected]). Wir kommen dann dorthin, überprüfen die Angaben objektiv und erfassen diese Brutstätte zentral in einer Datei. Sollte es mal kein Mauersegler sein, sondern z.B. eine Rauchschwalbe oder ein anderer Gebäudebrüter, freuen wir uns trotzdem, denn auch ihre Brutorte würden wir gern erfassen.
Für jede Mithilfe sind wir und die zukünftigen Generationen von Mauerseglern garantiert sehr dankbar.
Samstag, 11.4.26, 7:00 Uhr, Max-Reger-Park, Eingang an der Friedrich-Ebert-Straße in Weiden
Im Park mitten in der Stadt sind die Vögel Menschen gewöhnt und lassen sie nahe herankommen. Man kann also eine große Vielfalt unterschiedlichster Vögel in kurzer Zeit sehen und hören. Manche beeindrucken durch ihr buntes Fiederkleid, andere haben eher ein schlichtes Gefieder und gerade die kleinsten unter ihnen bringen es oft zu eindrucksvollen Gesängen. Gerade geben die stets männlichen Sänger stimmlich auch wirklich alles, um die Weibchen zu beeindrucken. Deshalb ist es jetzt besonders schön, in der ruhigen Frühmorgenstimmung mal genau hinzuhören und sich in den Ästen über unseren Köpfen umzusehen. Wolfgang Winter vom Landesbund für Vogel- und Naturschutz Neustadt/Weiden (LBV) wird die Gesänge und die wichtigsten Erkennungsmerkmale wie gewohnt unterhaltsam erklären.
Vorkenntnisse oder Anmeldung sind nicht nötig.
... diesmal endlich mehr erkennen als Buschwindröschen und Gänseblümchen
Stellen Sie sich vor, Sie sind auf einem kleinen Spaziergang am Sonntagnachmittag und Sie sehen nicht nur eine bekannte Gegend, sondern erkennen auf Schritt und Tritt mal ein Blümchen, mal die Knospen eine bekannten Bäumchens, mal ein essbares Kraut am Wegesrand oder eine blütenübersäte Heckenpflanze. Und Sie können all dies beim Namen nennen, mit einem geschulten Blick für die jeweilige Besonderheit des Pflänzchens: Sind die dottergelben Blütenblätter besonders strahlend? Sind die Rosettenblätter behaart wie das Ohr einer Maus? Kann man auf dem Blatt kleine Flecken erkennen, wenn man es gegen die Sonne hält? Zittert das Blatt des Laubbaums elegant im Wind?
Um diese Momente freudigen Wiedererkennens, die uns die Natur viel intensiver wahrnehmen und genießen lassen, geht es. Dafür müssen wir uns aber mit ihr vertraut machen.
Das ist das Ziel der Feldbotanikgruppe des LBV Neustadt/Weiden. Wir sind alles botanische Laien, die aber mehr wissen, mehr sehen, mehr erkennen wollen. Weil der Einstieg angesichts der enormen Vielfalt von Pflanzen nicht leicht ist, haben wir uns zusammengetan: Wir schlendern gemeinsam durch die Oberpfälzer Landschaft, erarbeiten uns Wissen über ca. 200 heimische Pflanzen, erklären uns gegenseitig in kleinen Online-Kursen die Unterschiede zwischen ähnlichen Gewächsen, laden Experten ein, die uns unterwegs noch mehr zeigen und machen Exkursionen in den Botanischen Garten Bayreuth. Seien Sie dabei! Fernziel für einige ist das BANU-Feldbotanik-Zertifikat Bronze, aber ob jeder das erreichen will, spielt keine Rolle. Nach jedem Treffen nehmen wir mehr wahr von den Wundern der heimischen Natur- und darum geht's.
Teilnahme: kosten- und zwanglos je nach verfügbarer Zeit.
Anmeldung bei [email protected]
Nächster Termin: Do. 26.2., 17:30, online: Doldenblütler unterscheiden - 30 Minuten online "Feldbotanik vom blinden Huhn" (Link wird zugesandt).
Also her mit Dengelbock, Hammer und Sensenblatt. Denn nur wer seine Sense schärfen kann, kann Blühflächen im Garten anlegen und insektenschonend mähen.
Ingold Miny bringt diese alte Kulturtechnik des Kaltschmiedens allen willigen Insektenfreunden bei.
Termin: Samstag; 21.02.26, 9:00 Uhr bis 11:30 Uhr
Ort: Neustadt / WN, Werkstatt Innenausbau Miny., Mühlbergweg 19.
Unkostenbeitrag: 10 Euro.
Anmeldung erforderlich: Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.
Bitte möglichst eine eigene Sense und Gehörschutz mitbringen, wenn vorhanden auch einen Dengelbock. Einige stehen aber auch zur Verfügung.
Anmeldung bei: [email protected].
Kaum werden die Tage länger, beginnen die ersten Singvögel mit ihrem Gesang: an sonnigen Tagen sind bereits jetzt Kohlmeisen, Kleiber und Grünlinge zu hören. Nach und nach werden Amsel, Buchfinken, Goldhähnchen und alle anderen heimischen Arten einstimmen und den Chor vervollständigen. Sie voneinander zu unterscheiden, ist gar nicht so schwer, kann aber ein paar schöne Stunden in der Natur in Anspruch nehmen.
Die LBV-Naturschutzgruppe Weiden/Neustadt bietet auch dieses Jahr einen Kurs an, in dem unter der fachkundig-humorvollen Anleitung von Vogelkenner Wolfgang Winter die Stimmen der einheimischen Vogelarten erhört und wiedererkannt werden können.Für die Zeit von Ende Februar bis Ende Mai sind insgesamt mindestens 15 kurze Exkursionen vorgesehen. Um die Witterung berücksichtigen zu können, erfolgt Verabredung zu den einzelnen Terminen jeweils ca. 2 Tage vorher, wobei beim ersten Treffen feste Wochentage vereinbart werden.
Die Teilnahme ist für Mitglieder des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz kostenlos, Nicht-Mitgliedern wird eine Teilnahmegebühr von 45 € abverlangt. Zur schnellen und zuverlässigen Verabredung ist eine Anmeldung mit Angabe einer whatsapp-fähigen Telefonnummer nötig bei [email protected].
Neben den Reviergesängen, die nur in der ersten Jahreshälfte zu hören sind, geben viele Vogelarten das ganze Jahr über auch noch arttypische Rufe von sich, anhand derer sie zu unterscheiden sind. Die sichere Bestimmung von Arten ist die wichtigste Grundlage für Naturschutzarbeit, zudem bereitet das Lauschen auf Vogelstimmen Freude und seelischen Erholung, was zugegebenermaßen auch funktioniert, wenn man sie nicht erkennt, aber mit Erkennung machts mehr Spaß. Ein einigermaßen gesundes Gehör und wetterfeste Kleidung sind notwendig, Vorkenntnisse dagegen nicht.
Exkursionsleiter und Text: Wolfgang Winter, Foto: Norbert Vetter "Wintergoldhähnchen"
PS: Wenn das Wintergoldhähnchen nicht aufgrund von winterlichem Hunger in unsere Gärten kommt, hält es sich hoch in Baumspitzen auf und man weiß nur über das "Hören" von seiner Gegenwart.
Es wuselte und brummte am 17.1.26 dröhnend fast wie in einem Bienenstock in der Werkstatt von Gerhard Reichl in Altenstadt, als 17 Insektenfreunde gemeinsam 23 luxuriöse Insektennisthilfen herstellten und hunderte tiefe Löcher in hartes Holz bohrten. Luxuriös deshalb, weil hier den Insekten einiges an Arbeit abgenommen wird. Sie können ihre Brut in vorgebohrte Löcher mit sauberen, flügelsicheren Rändern stapeln, heranwachsen lassen und habe so gute Bedingungen, sich erfolgreich zu vermehren. Denn auch wenn viele Leute bei Bienen vor allem an die Honigbiene im Bienenstock denken, ist Biene nicht gleich Biene. Es gibt ca. 560 Wildbienenarten in Deutschland, zu denen auch die Hummeln zählen. Sie haben ganz unterschiedliche Bedürfnisse, auch hinsichtlich ihrer Fortpflanzung. Einige bauen eigene Nester, andere nisten im Boden, im Totholz, in markhaltigen Pflanzenhalmen oder in Lehmwänden.
Will man ihnen etwas Gutes tun, dann muss man doch einiges Wissen. Das vermittelten die drei LBVler Albert Hirmer, Hans Heinrich und Gerhard Reichl anschaulich den gut gelaunten und sichtbar glücklich dreinschauenden Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Workshops. Zu Gast beim Landesbund für Vogel und Naturschutz waren dabei Wildbienenfreunde aller Altersgruppen, aber Kinder, deren Muskeln am Abend wohl gebrannt haben.
Alle erfuhren, was es für eine gute Nisthilfe braucht: das richtige Holz, die richtige Bohrtechnik, die richtige Glättung der Lochränder, die ansonsten den zarten Flügeln der kleinen Brummer gefährlich werden können. Inspiration gab es aber auch für weitere Nisthilfen, die dann auch anderen Wildbienen und Insekten nützen. Im Garten von Gerhard Reichl konnte man da die ganze Bandbreite im Einsatz bewundern. Lehmwände, Totholz mit Löchern, Hummelkästen, zusammengebundene markige Brombeerstängel, Löcher zwischen gelagerten Holzbrettern und einiges mehr. Aber das sind Projekte für andere Tage. An diesem Tag waren alle Teilnehmer erst einmal stolz, dass sie nach Stunden des Bohrens so schöne und dekorative Nisthilfen mit nach Hause nehmen konnten. Jetzt gilt es auf die ersten Bewohner zu warten. Der Frühling kann kommen!
Text: Verena Bauer, Bilder: Albert Hirmer
Lebensraum für gleich hunderte Gartenhelfer herzustellen, ist gar nicht so schwer, wenn man ein paar Dinge beachtet. Was genau wichtig ist, dass erfahren Hobby-Handwerker und handwerklich Unerfahrene – egal welchen Alters – bei einem Workshop des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz in Altenstadt: Welches Material ist geeignet, welche Lochgröße und warum, worauf muss man beim Bohren achten? Aber auch: Was kann man im eigenen Garten oder auf dem Balkon sonst noch für Wildbienen tun. Albert Hirmer als unser Ratgeber für Naturgärten und Gerhard Reichl als Tüftler und Insektenfreund können hier auf reiche Erfahrungsschätze aus Ihrem eigenen Garten zurückgreifen.
Anmeldung und weitere Infos bei: [email protected].
Für handwerklich begeisterte Familien besonders geeignet.
Keine Vorkenntnisse nötig. Wenn möglich Akkuschrauber und Bohrer (3-10 mm) mitbringen
Ort: Altenstadt/WN (nähere Infos bei Anmeldung)
Zeit: 14:00 bis ca. 16:30 Uhr am 17.1.2026
Unkostenbeitrag für Nisthilfen, die mitgenommen werden, 15 Euro.
Sonntag, 11.1.26, 14:00 Uhr
Tierspuren sind mehr als nur die Abdrücke im Schnee, die wir auf Spaziergängen in der winterlichen Landschaft so gerne erforschen und auch sie muss man lesen können. Denn sie verraten mehr als nur die Tierart über den Pfoten, z.B. können auch Geschwindigkeit, Laufart, Begegnungen mit anderen Tieren spannende Erkenntnisse für einen Spurensucher sein. Der Blick nach unten lohnt tatsächlich oft, nicht nur für Abdrücke, sondern auch für Fraßspuren, Losungen und vieles mehr. Aber auch in der Horizontalen, z.B. an Fraßspuren an Baumrinden und mit den Augen nach oben gibt es viel zu entdecken, wie verlassene Nester, die in den Baumspitzen im laubfreien Winter besonders deutlich zu sehen sind. Einmal dafür geschult, ist der Wald ein spannender Ort, der der geübten Spurenleserin so einiges zuflüstert, was andere nicht sehen. Und dabei gibt es ohne Schnee anderes, aber nicht weniger zu sehen als mit.
Appetit auf aufmerksame Spaziergänge macht am kommenden Sonntag, den 11. Januar 2026, um 14:00 Uhr wie gewohnt Naturkenner Wolfgang Winter. Die Teilnahme an dieser Veranstaltung des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (Weiden/Neustadt) ist kostenlos. Die Tierspurenwanderung ist vor allem, aber nicht nur für Familien interessant. Festes Schuhwerk und warme Kleidung sind sinnvoll.
Treffpunkt: Schätzlerbad Weiden, 11.1.26, 14:00 Uhr.
Eine Kooperation des Oberpfälzer Waldvereins in Neustadt (OWV) und der Naturschutzgruppe Weiden-Neustadt des Landesbundes für Vogel- und Naturschutz (LBV) bringt auch den Piepmätzen an Neustadts Bächlein und Flüssen eine kleine Bescherung: 14 neue oder frisch restaurierte Nistkästen wurden montiert, die im Winter von Vögeln und Mäusen auch gerne als trockene Unterstände genutzt werden. Dazu gibt es am OWV-Rastplatz unter der Mühlbergkirche wieder eine frisch gezimmerte Futterstelle. Möglich wurde das durch eine erneute Kooperation der Verbände. Der LBV hat die Nistkästen fachgerecht gebaut, d.h. groß und dick genug, aus Holz ohne Verleimung, mit passender Lockgröße, leicht leerbar und so tief, dass die kleinen Vögelchen auch möglichst geschützt vor den langen Fingern vor Marder und Co sind. Gefertigt wurden die Kästen von Gerhard Reichl, Hans Heinrich oder von Aktiven in einem der vielen Workshops der LBV-Naturschutzgruppe Weiden/Neustadt. Montiert wurden sie gemeinsam und sie hängen da, wo der OWV schon seit Jahrzehnten aktiv ist. Weitere Nistkästen an der Floß sind gerade abmontiert und zur Reparatur. Vor der neuen Nistsaison wird es aber auch dort mehr Wohnraum für Meisen, Kleiber, Baumläufer und Co geben.
Und der wird gebraucht. Fast alle Nistkästen waren diese Saison erneut belegt. Die meisten in Mehrfachnutzung von Vögeln und Mäusen, einige von Hornissen und einer auch von einem Siebenschläfer. Dass die Vögel so viel Kraft zum Brüten haben, liegt wohl auch daran, dass sie hier in Neustadt im Winter nicht hungern müssen. Die sechs Fütterstellen des OWV sind wie jedes Jahr so gut besucht, dass es dort flattert und wuselt. Ein schöner Anblick.
Wer sich selbst noch mehr für unsere Vögel und ganz allgemein auch für den Erhalt der natürlichen Lebensräume einsetzen möchte, ist bei beiden Vereinen herzlich willkommen. Einfach melden, z.B. bei [email protected] oder beim OWV Neustadt.
Streuobstwiesen, die bis zu 5.000 Tier- und Pflanzenarten einen Lebensraum bieten können, sind Hotspots der Artenvielfalt und für die Ortsgruppe des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz Weiden/Neustadt damit etwas, wofür es sich lohnt, die Ärmel hochzukrempeln. Deshalb rückten am 31.10.25 fast ein Dutzend ehrenamtlich Aktive und Neustädter Helfer - begleitet und überwacht von Hündin "Fritzi" - mit einfachem Gerät, aber viel Begeisterung und Freude am Naturschutz an, um auf einer Fläche des LBV in Altenstadt einen ersten Schritt in Richtung mehr Lebensraumschaffung zu erbuddeln. Dafür wurden auf einer bis dahin eher artenarmen Wiese für Apfel-, Birn-, Walnussbäume und Kirschen eine lange Reihe großer Löcher gegraben, in denen Bäumchen dann gut geschützt vor Wühlmäusen und Verbiss heranwachsen können.
Die Pflanzen selbst wurden mit finanzieller Unterstützung der unteren Naturschutzbehörde angeschafft. Organisiert und angeleitet von Susanne Schwab gingen an diesem sonnigen Herbstnachmittag alle beherzt zu Werk und jeder einzelne musste auch wirklich anpacken, damit die Gruppe gerade so vor Sonnenuntergang im Mondschein noch ihre Blicke über die fast gerade Reihe Streuobstbäume schweifen lassen konnte: glücklich, müde und auch ein wenig stolz auch diese Chance für mehr Lebensraum für Insekten, Vögel, Spinnen und vieles mehr.
Wer mehr über Streuobstwiesen und ihr großes ökologisches Potential wissen will, ist am kommenden Samstag, 8.11.25, ab 10: 00 Uhr herzlich eingeladen zu einem Vortrag mit anschließendem Arbeitseinsatz: Wir pflegen nach einer Einführung die städtischen Obstbäume in Neustadt.
(Text: V. Bauer, Fotos: V. Bauer und V. Spies)
Was Ella Krapf an diesem warmen Nachmittag für die 15 Naturliebhaber dabei hat, passt in eine kleine Kiste: Ein paar Farben, Pinsel, leere Blätter und etwas Anschauungsmaterial … Alles Dinge, die den Kursteilnehmern eher Respekt, wenn nicht gar Angst einflößen, denn fast alle waren anfangs davon überzeugt, dass sie wirklich nicht zeichnen können. Ca. 5 unglaublich kurzweilige Stunden später hatte dann jeder eine Pflanze seiner Wahl auf einer Seite mit Zeichnungen, Daten und emotionalen Bemerkungen näher kennengelernt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen und wurde gemeinsam gewürdigt. Aber das war dann gar nicht mehr wichtig. Auf dem Weg zum ersten Eintrag in das eigene Natur-Tagebuch erfuhren die ca. 15 Teilnehmer, die sich wunderbar sympathisch und stressfrei angeleitet von Ella Krapf immer wieder auf Ungewohntes einlassen mussten, dass es beim „Nature Journaling“ eigentlich nur nebenbei ums Zeichnen geht. Es geht vielmehr darum, wie intensiv – mit allen Sinnen und vielen Gedanken im Kopf - man schon die alltäglichsten Naturschätzchen erleben kann, sei es eine angeknabberte Haselnuss, eine samenbesetzte Brennnessel, ein Stück bemoostes Totholz oder einen Acker-Schachtelhalm.
Man lernt in diesem Kurs genau zu beobachten, kämpft darum, seine Eindrücke in Worte zu fassen, befragt den Gegenstand, sucht nach Anknüpfungspunkten aus den Erinnerungen, gibt ihm einen emotionalen Wert und lacht bei den ersten Zeichenversuchen, die dann doch erfolgreicher sind, als man sich zugetraut hätte. So wird aus einem beliebigen Haselnussblatt am Weg oder einem Weidenröschen im sumpfigen Grün etwas ganz Besonderes. Und auch die Beobachtenden verändern sich, das spürten alle Teilnehmer: Man wird ruhiger, fröhlicher, nimmt Farben und Formen ganz anders wahr und begeistert sich für scheinbar Alltägliches, das doch so kunstvoll von der Natur gestaltet wurde, dass es Verschwendung wäre, es nicht näher anzusehen. Staunen macht glücklich und das sicher dauerhaft mit jeder neuen gefüllten Seite mehr und mehr.
Am Ende waren alle unglaublich dankbar, dass Ella Krapf den Kurs „Nature Journaling“, den sie im Rahmen ihres freiwilligen ökologischen Jahres im Nationalpark Bayerischer Wald entwickelt hat, endlich nicht nur dort weiterführt, sondern auch nach Weiden gebracht hat. Da sollte er öfter zum Einsatz kommen. Man würde es den zukünftigen Kursteilnehmern gönnen. (Text und Fotos: Verena Bauer, Zeichnungen: Ella Krapf und Teilnehmer)
Genauere Infos, was man tun kann, wenn man einen Jungvogel gefunden hat, finden sich hier auf der Homepage des LBVs. Vogel gefunden: Was nun? - LBV
Vor allem für große Fund-Vögel kann man sich auch bei der Vogelauffangstation informieren. Vogelauffangstation in Regenstauf - LBV
Naturerlebnisse können kraftvoll sein, wenn man sich Zeit zum Beobachten nimmt. Das können Naturbegeisterte am Samstag, den 13.9.25, in Sperlhammer gemeinsam tun, an einem schönen Platz im Grünen und gut gestärkt durch den Genuss von Zwetschgendatschi. Wie man die flüchtigen Momente länger bewahrt, kann man an diesem Tag mit Ella Krapf lernen. Was man braucht ist ein Notizbuch, ein paar Stifte und den Willen, die eigenen Beobachtungen in einer Kombination aus Wörtern, Skizzen, Zeichnungen und Fotos zu Papier zu bringen. Selbst Zeichnen ist kein Muss, aber was Ella zeigt, wird Lust dazu machen. Vorkenntnisse im Zeichnen sind explizit nicht nötig.
Anmeldung und weitere Infos per E-Mail bei [email protected]. Ort: Sperlhammer, LBV-Hütte.
Text: Verena Bauer, Bilder: Ella Krapf.
Anlässlich der internationalen Bat-Night hat die LBV-Naturschutzgruppe Weiden-Neustadt am 30.8.25 zum zweiten Mal Fledermaus-Interessierte zur Mühlberg-Kirche über Neustadt eingeladen. Als begeisternder Fürsprecher für die Fledermäuse, die die Gruppe im Laufe des Abends zwar neugierig umkreisten, bewies sich erneut Carsten Lenz, denn ihm gelang es, diese Flugkünstler, deren Art der Sinneswahrnehmung und Jahresablauf sich so deutlich von unserem Leben unterscheiden, direkt in die Herzen der Besucher fliegen zu lassen.
Um sich der Lebenswelt der Tiere leichter annähern zu können, waren die Naturfreunde am Beginn dieses Abends aufgerufen, kurz auf ihren Hauptsinn - das Sehen - zu verzichten, denn der spielt in der Welt der Fledermäuse auch kaum eine Rolle. Das Schließen der Augen wurde dann durch eine spannende Fantasiereise durch den Tagesablauf der Fledermäuse belohnt.
Carsten Lenz entführte durch einfühlsame und spannende Erzählungen in die Welt einer weiblichen Fledermaus der Art "Großes Mausohr", die sich mit Hilfe ihrer Ohren in der Landschaft orientiert, sich für Käfer-Snacks begeistert und tagsüber mit ihren Freundinnen in einer Gemeinschaft schläft, deren Stärke an sozialen Bindungen beeindruckt. Anhand von selbst gezeichneten Grafiken wurden, - dann wieder mit geöffneten Augen der Fledermausfreunde - sowohl die Unterschiede zwischen einzelnen Arten, ihren Jagd- und Lebensformen erklärt als auch ein Überblick über den Jahresablauf von Fledermäusen gegeben. Gelernt wurde hier, am Fuße der wunderschönen Mühlbergkirche, unter anderem, dass männliche Fledermäuse meist einzeln "ihr Ding drehen", während die Fledermausdamen in einer vollen Wochenstube den Schall von hunderten Artgenossinnen und das Echo der Umgebung auseinanderhalten müssen. Carsten Lenz erklärte aber auch, wie sinnvoll und gleichzeitig wie fordernd ein Winterschlaf für Fledermäuse ist, die damit zwar die insektenarme Zeit überbrücken, aber ihren ganzen Organismus umstellen müssen. Das zeigte er beispielhaft an der Herzfrequenz auf, die von mehreren hundert auf einige einzelne Schläge reduziert wird.
Weil das nur ein paar der vielen Informationen waren, die den Besuchern des lauen Sommerabends die uns fremde Lebenswelt der Fledermäuse näher brachten, ist es kein Wunder, dass aus den eingeladenen Fledermausinteressierten am Ende des Abends ohne Ausnahme Fledermausfreunde geworden sind.
Im Anschluss konnte - gut gestärkt durch Kuchen, Zwiebelkuchen und Kräuterbutterbaguette - in der Dämmerung der Ausflug mehrerer Fledermausarten aus dem Turm der Kirche beobachtet werden. Bat-Detektoren machten die Jagd dieser Flugkünstler auch hörbar. Ein durch und durch schönes sinnliches Erlebnis.
Wer sich mehr für den Schutz dieser ganz besondere Tiere einsetzen müssen, der ist beim LBV Neustadt/Weiden herzlich willkommen.
Text: Verena Bauer
Am 22. Juni waren wir, der Landesbund für Vogelschutz, auf dem Bauernmarkt in Neustadt vertreten. Neben vielen anderen interessanten Ständen rund um die heimische Landwirtschaft, Forstwirtschaft und regionale Erzeuger*innen haben wir unseren Stand mit spannenden Naturschutzthemen für die Besucherinnen und Besucher gefüllt.
Zum Anschauen gab es einiges an unserem Stand – und zu jedem Thema auch eine fachkundige Beratung oder eine spannende Geschichte von unserem motivierten Standteam. An dieser Stelle auch ein großer Dank an die Stadtbäume – in diesem Fall die Rosskastanie –, ohne deren Schatten wir ganz schön ins Schwitzen geraten wären!
Ein immer wieder besonderer Punkt in unserem Angebot ist das Projekt „Vogelfreundlicher Garten“. Dabei besuchen engagierte und fachkundige Naturgarten-Profis aus dem LBV mit viel Erfahrung über die Lebensraumansprüche von Insekten und Vögeln die Gärten interessierter Menschen – und bringen allerhand Tipps und Tricks zur vogelfreundlichen Gestaltung mit. Wenn der Garten den Bedingungen entspricht, gibt es eine stolze Plakette für den Gartenzaun, die genau das sagt: „Ich bin vogelfreundlich – und stolz drauf!“ (Natürlich auch insektenfreundlich – denn das geht ja Hand in Hand.)Eine Menge Infos, wie und wann ein Garten naturfreundlicher wird, waren am Stand nachzulesen oder konnten direkt erfragt werden.
Ein weiterer Programmpunkt – und immer wieder spannend anzuschauen – sind die verschiedenen Nistkästen und Insektenhotels, die beim LBV natürlich nicht fehlen dürfen. Ganz vorne mit dabei: die Schwalbenwinkel von unserem Schwalbenexperten Albert. Die Nisthilfen für Mehl- und Rauchschwalben sind wichtige Elemente für Stallungen und Scheunen, die mit jeder Modernisierung leider ein bisschen mehr Nutzen für diese fleißigen Sommerflieger verlieren – sofern man sie nicht berücksichtigt.
Wie einfach ein Insektenhotel gebaut werden kann, zeigten die „Astabschnitte mit Dach“, die mit gut platzierten Bohrlöchern einfach aufgehängt werden können – ganz ohne den oft überflüssigen Schnickschnack mancher modischer Insektenhotels.
Und ganz in der Mitte des Standes konnten unsere Besucherinnen und Besucher ein kleines Fenster betrachten – nicht zum Draufklopfen und „Hallo“ sagen, sondern um nicht dagegen zu fliegen. Jährlich stirbt eine enorme Anzahl an Vögeln durch die Kollision mit Glasscheiben an Gebäuden, Bushaltestellen und anderen Einrichtungen, da sie diese nicht als Barriere wahrnehmen. Der LBV informierte über die verschiedenen Möglichkeiten, Fenster für Vögel ungefährlicher zu machen. Das Fenster am Stand wurde zum Beispiel mit einem speziellen Punktmuster beklebt, das für Vögel gut sichtbar ist – und dabei trotzdem fast dekorativ wirkt.
Natürlich gab es auch etwas zu gewinnen: Bei einem erfolgreich abgeschlossenen Vogelquiz (oder gegen eine kleine, erfolgreich übergebene Spende) haben wir eine große Auswahl an heimischen Pflanzen bereitgestellt. Die Wildblumen und Kräuter können jetzt in so manchem Garten ein kleines bisschen mehr Wildheit und Naturfreude schenken.
Hast du uns verpasst?
Dann schau doch mal in unseren Veranstaltungskalender – und komm beim nächsten Event einfach dazu!
Text: Carsten Lenz, Bilder: LBV-Naturschutzgruppe Weiden-Neustadt
Einladung für alle Natur- und Gartenfreunde
Mit dem Projekt "Vogelfreundlicher Garten" feiert der LBV fast das ganze Jahr Gärten, in denen sich nicht nur Menschen, sondern auch Vögel, Insekten, Blindschleichen, Igel und viele mehr wohlfühlen.
Am Mittwoch, den 16.7.25, wollen wir das endlich einmal mit allen Naturfreunden gemeinsam tun.
Birgit Frenzel lädt zu einem gemütlichen Zusammensein ein, zum Honiglecken aus der eigenen Imkerei, zum Fachsimpeln über Natur, Gärten, Biodiversität und mehr und einfach zum Schauen, wie viel von der Natur man in den eigenen Garten holen kann.
Und so war's ... hier zum Nachlesen bei Onetz: https://www.oberpfalzecho.de/beitrag/eine-einladung-in-ein-verborgenes-gartenparadies:

Wir sagen Ihnen, worauf Sie bei der Ausübung Ihres Hobbys in der Natur achten sollten, damit Sie auch weiterhin deren Schönheit genießen können. Einige Dos and Don’ts * für Outdoor-Aktivitäten.
und vieles mehr

Deutschlands Brutvögel nach wie vor massiv gefährdet – weiterhin keine Trendumkehr erkennbar!
Im Juni stellte das Nationale Gremium Rote Liste Vögel in der bereits sechsten Fassung die aktuelle Rote Liste der Brutvögel Deutschlands der Öffentlichkeit vor. 43 Prozent der 259 regelmäßig in Deutschland brütenden heimischen Vogelarten mussten in die neue Rote Liste aufgenommen werden, inklusive der in Deutschland ausgestorbenen Brutvogelarten. Somit steht annähernd jede zweite Brutvogelart auf der neuen Roten Liste und ist somit bedroht
Auf dem Hof von Naturlandpräsident Hubert Heigl durften wir eine Rauchschwalbenwebcam installieren, die uns nun 24 Stunden lang live das Leben am Nest mitverfolgen lässt. Schauen Sie rein!